weitere Arbeiten an kommunalen Einrichtungen vorgesehen

Neue Heizzentrale für Gemeindezentrum und Grundschule

Großtagespflege im Entstehen

Sperre Irlacher Straße

In vollen Zügen läuft die Baustelle „Irlacher Straße“ seit einigen Tagen. Die schadhaften Stellen werden ausgebessert und neu geteert. In einigen Tagen soll die Straße wieder uneingeschränkt befahrbar sein, bevor in den großen Ferien voraussichtlich ein Splitterbelag aufgebracht wird.

Wildenberg: Die Energieversorgung von kommunalen Gebäuden ist dem Gemeinderat der Gemeinde Wildenberg ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund wurde kürzlich im Rahmen der Gemeinderatsitzung die Planung für den rund 300.000 Euro veranschlagten Nahwärmeverbund vergeben. Die Firma Gammel Engineering GmbH aus Abensberg hat den Auftrag dafür erhalten. Zuvor hatte Herr Ulbrich von der Firma Gammel zusammen mit Herrn Vaskan dem Gemeinderat seine Planungen, die unter Beteiligung des Energiebeauftragten Franz Stadler entstanden sind, vorgestellt. Einstimmig wurde dann die Firma Gammel beauftragt, die Ausschreibung für die Erstellung des Nahwärmeverbundes zusammen mit dem Bauamt in Siegenburg durchzuführen. Die Mehrzweckhalle, die Gemeindekanzlei, künftig auch die Großtagespflege und die Grundschule sollen auf alle Fälle mit Pellets statt Öl beheizt werden. Die Heizungen, die derzeit im Einsatz sind, sind in die Jahre gekommen und reparaturanfällig geworden. Zudem will die Gemeinde dadurch den CO2-Ausstoss in der Gemeinde weiter verringern.

Im früheren Geräteraum der Turnhalle wird nun der Heizkessel und das Pelletlager untergebracht. 25 Tonnen Fassungsvermögen sollen dafür zur Verfügung stehen. Mit einer Leitung vom Gemeindezentrum bis zur Grundschule soll das ca. 200 Meter entfernte Schulgebäude mitgeheizt werden. Das Gremium war sich sicher, dass die Arbeiten bis zum kommenden Schuljahr abgeschlossen sind. Wie der Energiebeauftragte Franz Stadler betonte, kann Wildenberg dabei auf finanzielle Unterstützung über das Förderprogramm BioWärme Bayern des Freistaats setzen. Dazu sind rund 30 % der Kostensumme zu erwarten. Laut 2. Bürgermeister Wolfgang Brich wurde von Seiten der Kirchenverwaltung Interesse gezeigt, das Pfarrhaus mitanzuschließen. Mit der Verwaltung und der Kirchenverwaltung soll über die Modalitäten gesprochen werden. Bürgermeister Roßbauer betonte, dass es derzeit einen Beschluss gäbe, nur für die gemeindlichen Gebäude diesen Nahwärmeverbund zu betreiben. Dies habe verschiedene, unter anderem steuerliche Gründe.

Heizung für Kindergarten

Vergeben wurde im Rahmen der Sitzung eine neue Heizung für den Kindergarten. Hier soll eine Luft-Wärme-Pumpe zum Einsatz kommen, damit die alte Heizung außer Betrieb genommen werden kann, dies sollte bis Ende der Sommerferien passiert sein, den Auftrag erhielt die Firma B&G Zentralheizungsbau GmbH aus Rottenburg. Die Firma übernimmt dabei auch die Elektro- und Maurerarbeiten, die notwendig sind. Auch dazu gäbe es eine staatliche Förderung und der CO2-Austoss wird enorm reduziert. Auch auf dem Kindegarten soll eine rund 30 KW Photovoltaikanlage zur Eigennutzung installiert werden. Davor wurde an die Firma Eckmann aus Pürkwang der Auftrag zur Reparatur des Daches und zum Aufbringen eines Blechdaches vergeben. Kosten werden dafür knapp 50.000 Euro anfallen. Dieser Beschluss war ebenso einstimmig wie die Vergabe der Heizung an die Firma aus Rottenburg an der Laaber.

Zustimmung vom Gemeinderat gab es auch für die neue Satzung des Kindergartens. Diese neue Satzung löst die Satzung von 2019 ab und wurde nun an die in der VG übliche Satzung angeglichen. In der Satzung wurde festgelegt, dass der Kindergarten Zwergerlhaus eine Kindertageseinrichtung für Kinder überwiegend von 3 Jahren bis zur Einschulung ist. Die Aufnahme von Kindern ist in Abstimmung mit der Kindergartenleitung und dem Träger des Kindergartens künftig ab 1. September, zum 1. Januar oder zum 1. März vorgesehen. Die Aufnahme erfolgt nach Maßgabe der verfügbaren Plätze. Die Auswahl unter den in der Gemeinde wohnenden Kindern wird dabei nach Dringlichkeitsstufen getroffen, entscheidend ist das Alter der Kinder (ältere Kinder haben Vorrang), Kinder, deren Väter oder Mütter alleinerziehend und berufstätig sind, Kinder deren Familien sich in einer besonderen Notlage befinden sowie Kinder, deren Eltern beide berufstätig sind und nicht anderweitig betreut werden können. Für die in der Gemeinde wohnenden Kinder erfolgt die Aufnahme unbefristet. In der Regel ist der gemeindliche Kindergarten von 7.30 Uhr bis 13 Uhr geöffnet danach bietet die Gemeinde in Zusammenarbeit mit KAI e.V. eine Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr an. Für die Kinder, die auch nachmittags betreut werden, gibt es eine kindgerechte Mahlzeit. Dieser neuen Satzung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Irlacher Straße wird saniert

Derzeit spüren die Bürgerinnen und Bürger, die die Irlacher Straße fahren wollen, dass das nicht so einfach ist. Eigentlich ist die Straße gesperrt, nur die Anwohner können in dem Bereich der Sonnenstraße und die Irlacher zu ihren Wohngebäuden fahren. Die Firma Pritsch aus Langquaid führt die Sanierungsarbeiten durch, die zum Ferienende abgeschlossen sein sollen. Danach wird in den Sommerferien eine Splitterschicht aufgebracht, damit die Straße wieder den Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger standhält.

Straßenbenutzungsvertrag notwendig

Dem Gemeinderat lag ein Antrag vor, dass ein Gemeindebürger sowohl eine Wärme- als auch eine elektrische Leitung unter die Straße „Am Siegbach“ legen möchte, um sein Wohnhaus mit den Firmengebäuden zu verbinden. Der Gemeinderat stimmte zu, einen Straßenbenutzungsvertrag mit dem Antragsteller zu schließen. In diesem Straßenbenutzungsvertrag sei laut Bürgermeister Roßbauer unter anderem festgelegt, unter welchen Bedingungen der Antragsteller für evtl. Straßenschäden und Belange aufkommen muss. Zustimmung gab es für einen Bauantrag in Willersdorf für einen Anbau. Vergeben wurde zudem der Auftrag an eine Pflasterfirma aus Abensberg, die Auffahrt von der geplanten Großtagespflege zum Parkplatz zu pflastern. Die Kosten dafür liegen bei rund 14.000 Euro.