Am 3. Januar verwandelte sich das Gemeindegebiet Train in eine kleine Pilgerreise des Glaubens: Die Sternsinger zogen von Haus zu Haus und brachten den traditionellen Neujahrssegen in die Gemeinde. Auch am Zehentstadl machten sie Halt und besuchten Bürgermeister Gerhard Zeitler. Mit Gebet und Segensspruch erneuerten sie den Segen über dem Haupteingang – ein Zeichen des Schutzes und der Hoffnung für das neue Jahr. In ihren bunten Mänteln und mit goldenen Kronen auf den Köpfen trugen die Mädchen und Jungen einen großen Stern vor sich her. Er erinnert an die Heiligen Drei Könige, die der biblischen Überlieferung nach dem Stern von Bethlehem folgten, um das Jesuskind zu besuchen. Mit Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten sie kostbare Geschenke – ein Brauch, der bis heute in der Sternsingertradition weiterlebt. Das Schwenken des Weihrauchfasses gehört dabei ebenso fest zum Ritual wie der Segensspruch über den Türen. Mit der Kreideinschrift „20*C+M+B+26“ – „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) bitten die Sternsinger um Frieden, Schutz und Zusammenhalt für alle, die in den Häusern leben und ein- und ausgehen. Gerade zu Beginn eines neuen Jahres macht dieser Segen deutlich, dass Glaube nicht nur gesprochen, sondern gelebt wird. Bürgermeister Gerhard Zeitler zeigte sich sichtlich dankbar für den Besuch und würdigte das Engagement der jungen Sternsinger sowie ihrer Begleiterinnen und Begleiter. Er betonte, wie wichtig dieser Einsatz für die Gemeinde sei, da er christliche Tradition, Gemeinschaftssinn und weltweite Verantwortung auf besondere Weise verbinde. Doch die Kinder erhielten nicht nur wertschätzende Worte, sondern auch eine Spende. Die Sternsingeraktion 2026 lenkt den Blick nach Bangladesch, wo noch immer Millionen Kinder unter schwierigen Bedingungen leben und arbeiten müssen. Mit den gesammelten Spenden wird ihnen geholfen – ein Zeichen dafür, dass der Stern von Bethlehem auch heute noch weit über Ländergrenzen hinweg leuchtet.



Fotos: Daniela Bohl
























